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Bilderbücher in der frühen Sprachförderung CI-versorgter Kinder

Bericht über den Elternworkshop:

"Bilderbücher in der frühen Sprachförderung CI-versorgter Kinder"

vom 30. Juni bis 1 Juli 2007 in Nürnberg

Als Großmutter eines CI-implantierten Kindes habe ich an dem Workshop mit Frau Batliner teilgenommen und bin nach Ende der gelungenen Veranstaltung ganz angefüllt mit Anregungen, Zuversicht und Vertrauen in die Sprachentwicklung meines Enkelsohnes nach Hause gefahren.

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Der Workshop war bestens und mit viel Herz von Frau Föppl organisiert worden. Dadurch konnte schnell eine angenehme Atmosphäre entstehen, die wertvollen Raum für individuelle Fragen und Austausch bot.

Frau Batliner war mir bereits als Fachbuchautorin bekannt und so war ich ganz gespannt, die Fachfrau der frühen Sprachförderung hörgeschädigter Kinder zu erlebe

Durch vorgestellte Videosequenzen von Eltern-Kind-Dialogen, die beim gemeinsamen Anschauen von Bilderbüchern entstanden, konnte in dem Workshop sehr anschaulich dargestellt und analysiert werden, wie wichtig Bilderbücher in der frühen Sprachförderung sind, sowohl für gut hörende als auch insbesondere für hörgeschädigte Kinder


Die Dialogfähigkeit, der passive und aktive Wortschatz, das Zuhören, das Gedächtnis, das Vorstellungsvermögen, die Empathiefähigkeit u.v.m. werden durch das gemeinsame Anschauen von Bilderbüchern gefördert. Wir bekamen wertvolle Tipps und uns wurden viele empfehlenswerte Bilderbücher vorgestellt.

Mit Herz und Verstand vermittelte Frau Batliner die Kernaussage der englischen Hörgeschädigtenpädagogin Morag Clark: Die CI-implantierten Kinder brauchen nicht noch mehr an Speziellem, sondern mehr an Normalem.

Diese Botschaft habe ich mit Freude aufgenommen, denn sie bedeutet für mich die ( fachlich fundierte ) Erlaubnis, mit meinem Enkelsohn ganz natürlich und normal zu sprechen. Ohne Angst, ihn zu überfordern. Ohne den ständigen Druck, alles was ich zu ihm sage auch mit Gebärden verständlich machen zu müssen. Unser Timothy ist 2,5 Jahre alt und erst vor kurzem mit einem CI implantiert worden. Wir haben bislang alle mit ihm gebärdet. Da wir eine hörende Familie sind, ist die Gebärdensprache nicht unsere Muttersprache, sondern eine seit 2 Jahren erlernte und für mich eine bei weitem noch nicht flüssige Verständigungsmöglichkeit.

Das Erlernen der Gebärdensprache erlebe ich zwar als Bereicherung, aber die Kommunikation zu meinem Enkelsohn war bislang holprig und eingeschränkt. Das Ansehen von Bilderbüchern war durch das Schwergewicht von Substantiven, die ich auch gebärdensprachlich kannte, geprägt.

Durch das CI und durch das Kennenlernen des natürlich hörgerichteten Ansatzes von Frau Batliner in diesem Workshop ist für mich der Weg freigeräumt worden, Timothy die Lautsprache in ihrer Vielfältigkeit ganz natürlich und unbeschwert anzubieten.

Die dadurch entkrampfte innere Haltung in der Kommunikation mit Timothy fördert sicherlich nicht nur seinen Lautspracherwerb sondern erreicht ihn auch auf der  Beziehungsebene und ist förderlich für das, was wir alle für unsere Kinder und Enkelkinder wollen: Eine glückliche Kindheit.

Gudrun Klatt


Den Veranstaltungsflyer können Sie hier einsehen: Bilderbücher in der frühen Sprachförderung CI-versorgter Kinder (pdf = 486kb)