Advanced Bionics Europe

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Meine Erfahrungen mit dem PSP-Taschenprozessor

Heinz Dreiser (versorgt im Universitätsklinikum RWTH Aachen) berichtet

Erfahrung mit CI

Herr Heinz Dreiser berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Platinum Soundprozessor

Nachdem die Hörkraft meines li. Ohres (auf der rechten Seite liegt totale Taubheit vor) langsam aber stetig nachließ und schließlich eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit erreichte, ließ ich mich im Jahre 2001 im Klinikum RWTH Aachen implantieren. Diese OP verlief für mich völlig schmerzfrei, auch die Zeit danach. Sog. Nebenerscheinungen während der OP traten nicht auf. Klinikaufenthalt zunächst 5 Tage.

Nach der Wundheilung, ca. 2 Wochen, Anlegen der Technik. Ich entschied mich für das Fabrikat CLARION® und wählte den von Advanced Bionicsam Körper getragenen Taschenprozessor Platinum Soundprozessor. Schon nach Anlegen dieser Technik erhielt ich Höreindrücke, die mich vorher nie erreicht hatten, ein erstes Glücksgefühl! Schnell erlebte ich aber auch, dass es Unterschiede gab zwischen dem „Erfassen“ von allgemeinen Geräuschen  und dem Sprachverständnis. Letzteres musste daher bei oft wiederkehrenden Hörtrainingseinheiten, welche die Klinik durchführte, gelernt werden.

 Heinz_Dreiser_Passbild.jpg

Parallel dazu übte ich tägl. zu Hause mit meiner Frau, die mir aus einem spez. Buch artgleiche Wörter vorlas, die ich blind verstehen musste. Ich nahm auch an einer Reha-Maßnahme spez. für CI Träger in der Baumrainklinik Bad Berleburg teil.

Zusätzlich übte ich das Sprachverständnis durch Hören der Sprecher im Rundfunk. Dabei galt es für mich Schwierigkeiten zu überwinden, denn jeder Moderator hat eine andere Ausdrucksart, auf die man sich beim Verstehen einstellen muß. Für mich war diese Art des Verstehenlernens  wohl die intensivste Form.

Natürlich diese erwähnten Übungen alle ohne Mundbild.  

So stieg mit der sog. „Eingewöhnungszeit“ bei mir auch die allgemeine Lebensqualität.

Ich möchte diese hervorragende Technik, wie fast alle CI-Träger, nicht mehr missen.

Je kleiner der Kreis, umso besser beherrsche ich den Dialog. Doch Probleme entstehen bei starken Hintergrundgeräuschen, halligen  Räumen, oder beim Durcheinandersprechen mehrerer Personen. Eine Sache, die den meisten CI-Trägern Schwierigkeiten verschafft, die nur einseitig implantiert sind. Da mir diese Probleme schnell bekannt wurden, bewege ich mich meist außerhalb dieser „Problemzonen“ und kann mich dort hör mäßig  gut entfalten.

Ohne diese CI-Technik wäre ich total ertaubt.


Telefonieren:

Mit einem Adapterkabel von CLARION® sind Gespräche im Festnetz, mit einer entspr. Einstellung am Prozessor gut möglich vorausgesetzt, der Teilnehmer hat eine klare Aussprache, wenn nicht, bitte ich ihn darum. Kann aber auch telefonieren, in dem ich den Hörer direkt an das Mikro halte und die Lautstärke am PZ verstärke. Aber dieses bedarf einer Eingewöhnung.

Einfach ausgezeichnet ist die Verständigung für mich mit einem schnurlosen Telefon, hier ohne zusätzl. techn. Kabelhilfe. Dabei halte ich das Telefon nur in die Nähe des Mikros.  Bei dem Gerät handelt es sich um ein „Siemens Gigaset 3000, Comfort mit Lautstärkeregler.


Beim TV-Empfang benutze ich als Hörhilfe den Infrarot-Mono-Sender von Sennheiser, drahtlos, z.Zt. noch ein SI 4055, älteren Datums.

Zusätzlich, neben der CI-Technik, ist für mich das Mundablesen von Vorteil. Ich belege in der Volkshochschule solche Kurse schon seit längerer Zeit.

Auch ich musste die neuen Möglichkeiten erlernen, ging anfangs zögernd  damit um. Doch mit der Zeit gewann ich Vertrauen zu diesen Techniken und erst dann konnte ich sie endlich für mich zusätzlich nutzbar machen.

Eine weitere Bereicherung der Lebensqualität.