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> Was ist ein Cochlea Implantat ? > Was ist Hören ? > Voruntersuchung für ein Cochlea Implantat
Das genaue Ausmaß einer Schwerhörigkeit kann nur ein Facharzt bzw. Audiologe feststellen. Ihr Hausarzt kann Sie zu einem kompetenten Fachkollegen überweisen. Der Audiologe untersucht Ihr Gehör und stellt fest, unter welcher Beeinträchtigung des Gehörs Sie leiden. Hörtest Mit einem Hörtest wird festgestellt, wie gut jemand hört. Dabei wird die sogenannte"Hörempfindlichkeit" gemessen:
Die Testergebnisse werden in Form eines Audiogramms dargestellt. Dabei zeigt die Horizontalachse die Frequenzen, und die Vertikalachse Die Testergebnisse werden in Form eines Audiogramms dargestellt. Dabei zeigt die Horizontalachse die Frequenzen, und die Vertikalachse die Schallintensität in dB HV an. Die Resultate für das linke Ohr sind durch Kreuze und die für das rechte Ohr durch Kreise markiert. Zu beachten ist, dass die Dezibelskala logarithmisch aufgebaut ist, das heißt:
Bei dieser Art von Test wird die Reaktion von Kindern auf gehörte Töne beobachtet. Die Art der jeweiligen Reaktion ist vom Entwicklungsstand des Kindes abhängig. Das Kind muss während des gesamten Testablaufs wach und aufmerksam sein. Beim Test wird beobachtet, ob das Kind auf akustische Reize reagiert, die über einen Kopfhörer oder über Lautsprecher übertragen werden. In den ersten Lebensmonaten achtet der Arzt auf geringfügige Veränderungen im Verhalten des Babys (z. B. Augen- oder Kopfbewegungen) beim Ertönen eines Lautes (Verhaltensbeobachtung). Kinder bis zum Alter von etwa zwei Jahren sind fähig und willens, sich dem Laut zuzuwenden. Ein nach jeder Reaktion aufleuchtendes Licht und/oder ein sich bewegendes Spielzeug dienen dazu, das Kind in seiner Reaktionsbereitschaft zu bestärken (Visuell bestärkende Audiometrie). Im Alter zwischen zwei und drei Jahren kann den meisten Kindern beigebracht werden, eine konditionierte Spielaufgabe auszuführen - z. B. einen Bauklotz in eine Kiste zu legen oder einen Stift in eine Öffnung zu stecken - sobald sie einen Laut hören (Spielaudiometrie). Ältere Kinder (in der Regel im Alter ab fünf Jahren) und Erwachsene sind in der Lage, bei jedem Hören eines Tons die Hand zu heben oder einen Knopf zu drücken. Objektive Tests Bei objektiven Tests ist keine Reaktion des Probanden erforderlich. Die nachfolgend beschriebenen Testarten können sowohl im Schlaf- als auch im Wachzustand des Probanden durchgeführt werden. Hirnstamm-Audiometrie: Dieser Test, bei dem der Proband schlafen oder auch nur ruhig liegen kann, liefert zuverlässige Hörschwelleninformation bis zu einer Frequenz von 2 kHz. Der Test wird zumeist bei Probanden angewendet, die für einen Verhaltenstest ungeeignet sind, wie etwa bei Säuglingen in den ersten 6 Lebensmonaten. Gemessen werden die vom Hörnerv und Hirnstamm ausgehenden elektrischen Impulse als Reaktion auf akustische Reize, die über einen Kopfhörer übertragen werden. Kurzzeitige Otoakustische Emission (TEOAE): Dieser Test kann im Schlaf durchgeführt werden. Dabei wird die Reaktion der äußeren Haarzellen in beiden Ohren auf kurze akustische Reize (z.B. Klicks) gemessen. Da die äußeren Haarzellen bei einer Schwerhörigkeit in der Regel als erste geschädigt werden, eignet sich dieser Test besonders für die Früherkennung von Cochleaschädigungen. Eine komplette Schädigung aller äußeren Haarzellen hätte normalerweise eine Schwerhörigkeit von etwa 60dB HV zur Folge. Es handelt sich hierbei um einen Schnelltest, der oft zum Testen des Gehörreflexes bei Neugeborenen eingesetzt wird. Impedanz-Audiometrie (Tympanometrie und akustischer Stapidusreflextest): In Verbindung mit anderen Tests liefert dieses Diagnoseverfahren Informationen über Zustand und Druck des Mittelohrs, und gibt Hinweise auf das Vorhandensein und die Art einer möglichen Schädigung des Mittelohres. Das Messen des Stapediusreflexes eignet sich insbesondere für die Diagnose einer neuralen Schwerhörigkeit. |